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Gut Knittkuhle - Historie

Knittkuhle entstand aus den Worten "Knitt" für Lehm - früher ein wichtiger Baustoff - und "Kuhl" oder "Kuhle", dem Ort der Gewinnung. Knittkuhle ist somit schlicht eine Lehmgrube. Diese Knittkuhle gab erst dem benachbarten Hof, erst viel später der Siedlung und danach dem Ortsteil ihren Namen.

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Aufmerksamen Beobachtern fällt die Jahreszahl 1799 über dem Eingang des ehemaligen Pferdestalls auf. Der Hof ist jedoch älter. Er wurde schon im Jahre 1715 als "unfreier " Hof verzeichnet. Er war also nicht im Besitz eines Bauern, sondern eines Lehen oder Lehnsherren. Dieser könnte ein Adliger oder eine kirchliche Institution gewesen sein, vermutlich das Stift Gerresheim. Die Knittkuhle ist also rund über dreihundert Jahre alt.

Schon um 1700 rasteten auf der Knittkuhle Fuhrleute, wechselten ihre Pferde und bekamen Stutenbutterbrot, Speckpfannkuchen und Kaffee. Bis in die 1960er Jahre war Gut Knittkuhle ein Bauerncafé. Familie Krings übernahm den Hof 1967 und betrieb erstmals eine Landhausgastronomie. Von 1976 an bis 2011 führte Familie Theelen die Knittkuhle und machte diesen Landgasthof zu einer festen Größe bis über die Landesgrenzen hinaus.

Nun war die Knittkuhle in die Jahre gekommen und es war an der Zeit, der historischen Hofstelle wieder zum alten Glanz und neuer Ausstrahlung zu verhelfen. Sie wurde mit historischen Baumaterialien sowie sehr viel Liebe zum Detail vom neuen Betreiber Helge Wolf - ohne Aufwand zu scheuen - vollumfänglich entkernt und wieder aufgebaut. In Teilbereichen wurde die Knittkuhle modern ergänzt, behält aber ihren ursprünglichen Charme.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit an diesem nicht alltäglichen Ort.

Ihr Team von Gut Knittkuhle

"Phantasie ist der Anfang aller Kreativität" (Helge Wolf)